Was ist schon Wirklichkeit?

„Was ist schon Wirklichkeit? Vielleicht die weiße Stelle zwischen den Worten.“
Tobias Wimbauer, „Lagebericht und andere Erzählungen“

Also gibt es gar keine Wirklichkeit (Punkt, Ausrufe- und Fragezeichen!)

Oder kann man sie nicht sehen?

Und wenn man sie nicht sehen kann: Warum? Versteckt sie sich oder wird sie versteckt?

Und kann man sie bei genauerem Hinsehen vielleicht doch sehen?

Diese Frage beantworte ich nach der Lektüre des Wimbauerschen Lageberichts  mit einem klaren „Ja“, gebe jedoch zu, dass ich diese Erkenntnis erst nach zweimaligem Lesen gewinnen durfte. Beim ersten Lesen hatte mich Tobias´ sprachlicher Intellekt derart in den Bann gezogen, dass ich dabei nicht in der Lage gewesen war, der Handlung parallel zu folgen.

Der Lagebericht führt nicht die Wirklichkeit ad absurdum sondern zeigt die Absurdität der Wirklichkeit.

Der Beweis also, dass es die Wirklichkeit gibt. Oder?

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Ein Gedanke zu „Was ist schon Wirklichkeit?

  1. „Was ist schon Wirklichkeit? Vielleicht die weiße Stelle zwischen den Worten.“

    Das erinnert mich vage an einen Uralt-Witz, der kursierte, als die ersten Windows-Versionen von MS Word aufkamen, und sich alle über die für damaligen Verhältnisse enorme Größe der neuen .doc-Dateien aufgeregt haben. (Es waren immer, auch bei Einzeiler-Texten, so mindestens 20 kB, man denke.) Das sei so, hieß es, weil WinWord den weißen Hintergrund einzeln als graphische Bildpunkte abspeichere…

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