Gestern in Mannheim

Nach einem Spontanentschluss fand ich mich gestern nach knapp zweistündiger Autofahrt am Mannheimer Kapuzinerplanken sitzend und genoss im Schatten grüner Kastanien Jazz vom Feinsten.
Dazu muss ich sagen, dass ich kein uneingeschränkter Jazz-Fan bin. Wie generell in der Musik (und im Leben) schätze ich auch hier das Bodenständige und für mich überhaupt nicht negativ behaftete eher Konservative.
Die Verpflichtung der Band zum klassischen Hardbop kam mir da sehr entgegen: Eingängige Melodien, ohne jedoch dem Mainstream zu verfallen, mit Esprit und technischen Fertigkeiten beeindruckende Soli, ohne jemals vom Thema abzuweichen.
Beeindruckt hat mich auch die Atmosphäre unter den Musikern: Jeder sein Ich individuell auslebend, dem anderen jedoch stets respektvoll zuhörend. Die feinsinnige Unterstützung der restlichen Combo bereitet den Boden für solistische Höchstleistungen. Schönes Vorbild.
Ein besonderes Geschenk, das alles in Begleitung eines Seelengefährten erleben zu dürfen: Reden ohne zu plänkeln, hören ohne zu lauschen und schreiben ohne zu fragen.

Quinsch

Stefanie Wagners Quinsch


quinten zirkeln
in blauer manufaktur
zum quadrat

wiegen
zehenspitzend
der Transformation entgegen

reiben bögen
kopfloser hypnose
von pol zu pol

sprühen
lustwurzelnd
über sich hinaus

staulöser
for free



off

off



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Ein Gedanke zu „Gestern in Mannheim

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