Wie ich zum Bloggen kam

Am 14.05.2009 besuchte ich mit meiner Freundin Sabine – ja, DIE Sabine! – ein Konzert im Theater Trier, bei dem wir beide nicht so recht sicher waren, was uns da wohl erwarten würde:  „rock´n cello – wolfram huschke live“…

Was uns entgangen wäre, wenn wir etwas weniger mutig gewesen wären, mag ansatzweise dieses youtube-Video zeigen, wenn es auch nicht annähernd der Atmosphäre und dem Eindruck des Erlebnisses gerecht werden kann:

Tatsächlich erlebten wir – neben einem der beeindruckensten Konzerte, das ich je erleben durfte – @Wolfram_Huschke, wie er „live“ auf der Bühne twitterte!!! (Dazu muss ich sagen, dass ich den Begriff „Twitter“ an diesem Abend zum ersten Mal hörte…)

Zu Hause angekommen, war ich so im Bann des Konzerts, dass an Schlaf nicht zu denken war. Ich besuchte Wolframs Homepage, googelte den Begriff Twitter, doch zur Ruhe kam ich  immer noch nicht.  Und so schrieb ich mir meine Faszination in einem Gedicht von der Seele, das ich ihm noch in der gleichen Nacht per Email schickte – noch heute kann ich nicht fassen, wie ich den Mut dazu aufgebracht habe – vermutlich in erster Linie deshalb, weil ich der festen Überzeugung war, dass er es ohnehin nie lesen würde…

Ich traute meinen Augen nicht, als ich bereits am nächsten Morgen eine Antwortmail von ihm im Postfach hatte, in der er mir nicht nur schrieb, dass ihm mein Gedicht sehr gefallen habe, sondern in der er mir auch ein Treffen vorschlug, da er zufälligerweise noch einen Tag in Trier sei!!!

Und so saß ich tatsächlich wenige Stunden später mit ihm an einem Tisch, wir tranken Kaffee und aßen Erdbeerkuchen und redeten über Gott und die Welt und Twitter und Blogs – übrigens der nächste Begriff, den ich an diesem Wochenende zum ersten Mal hörte… Der Nachmittag endete mit einem einmaligen Privatkonzert, der Idee, einen Blog zu gründen und einer @beingmenow, die sich noch am gleichen Tag einen Twitter-Account und wenige Wochen später diesen Blog zugelegt hat…

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13 Gedanken zu „Wie ich zum Bloggen kam

  1. Sehr schön und begeistert geschildert! 🙂

    Ich habe Ende 2003 oder Anfang 2004 zu bloggen bekommen — also als die Welle gerade richtig losging. Kam mir auch zupaß, weil ich da gerade mal wieder aus einem Forum rausgeflogen war.

    Die gut drei Jahre von 2005 bis Anfang 2008 hatte ich dann selbst ein Forum (mit @frei_sein und @chandler42 als Mitstreiter/Moderatoren).

    Und seit Anfang 2007 wieder ein Blog.

    Zu twittern angefangen habe ich auch im Rahmen des großen Booms in diesem Frühling, obwohl ich seit August 2008 ein Konto hatte…

  2. DAS erklaert gleich einen Batzen von Fragen an dich, die ich wegen der 140-Beschraenkung nie wirklich gestellt habe, auf einmal. Und bestaetigt etwas, das ich selbst auch gelegentlich – z.B. vor drei Tagen auf der Buchmesse – erlebt habe: Manchmal hat man Impulse, die man dann einfach nicht ignorieren darf. Da muss man dann einfach mal man selbst sein, ohne Angst vor Konsequenzen. Die Folge davon ist meist, dass sich die Ereignisse ueberstuerzen – und zwar im positiven Sinne.

  3. Das ist aber eine tolle Geschichte 🙂 – und du hast Recht – manchmal muss man einfach mutig sein um die tollsten Erfahrungen zu machen und die spannendsten Menschen kennen zu lernen.

  4. Schöne Geschichte. Erinnert mich daran, dass mir ganz zu Beginn meines (mittlerweile seit einem halben Jahr stillgelegten) Blogs ein Konzert des luxemburgischen Cellisten André Mergenthaler, weil ich es verpasst hatte, Anlass für einen Post war…

  5. Ich finde es schön, dass Social Media bei Dir von Anfang an ein „Eine Welt“ Konzept war. Nicht hier die digitale Welt und davon getrennt die analoge, sogenannte richtige.

  6. Wow, was für eine schöne wahre Geschichte!

    Und sie führt mich zu meinen Anfängen, schon etwas her… Mmh, vielleicht schreib ich darüber in den nächsten Tagen in meinem Blog. Inspirierend…
    Das sei schon verraten: Es fing ganz in Deiner Nähe an, als ich noch dort wohnte.

  7. Bin etwas spät dran, hab aber grade erst den Link auf Twitter bei dir gelesen. Auch ich finde die Geschichte wirklich toll und finde es toll, dass Herr Huschke sich Zeit für dich genommen hat 😉

    Grüße

  8. Witzig!
    Über Konzert & Gedicht zu Twitter – das hat was! 😉

    Ich finde, Du solltest Deine Schreibqualitäten ausbauen, Du kannst es!

    Mich hat unser anregendes Gespräch sehr gefreut,

    ganz liebe Grüße
    von
    Heike

  9. Pingback: mein start hier « wortmeer

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