Eselsohren

Ein Spiegel
sieht dich
wie eine leere Hülle.

Beleuchtet oben
und unten,
tadelt,
kritisiert,
rügt.

Die markantesten Stellen
bedenkt er
mit einem Schatten,
um sicherzugehen,
dass sie dich immer mahnen.

Das Leben
liest dich
wie ein offenes Buch.

Blättert vor
und zurück,
unterstreicht,
hebt hervor,
betont.

Die schönsten Stellen
versieht es
mit einem Knick,
um sicherzugehen,
dass du sie nie vergisst.

P.S. Hier gibt es ein tolles Podcast von @goodnewstodayde zu dem Gedicht.

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7 Gedanken zu „Eselsohren

  1. Hallo Mich Allein
    schön ist doch, wenn man was zum Blättern hat und nicht auf eine glatte flache polierte Fläche guckt. Dann hat man auch einen Ausgleich zu den mahnenden Stellen, die der Spiegel einem aufzeigt.
    Sehr schönes Gedicht, gefällt mir gut!
    lg
    Markus

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