Mantrailing

Ich bin schon so oft nach „Mantrailing“ gefragt worden, dass ich dem Thema jetzt mal einen Blogbeitrag widme.
Vorab will ich aber deutlich sagen, dass ich kein Experte zu dem Thema bin, ich beschreibe nur, was wir da tun und warum, um demjenigen, der noch nichts davon gehört hat, eine grobe Vorstellung zu vermitteln.

Beim Mantrailing geht es um Menschensuche mit Hunden. Es ist wichtig zu erwähnen, dass wir keine professionelle Menschensuche betreiben, sondern lediglich eine art- und wesensgerechte Beschäftigung für unsere Hunde suchen.

Heute z.B. waren fünf Hunde und ihre Menschen zusammen und der Ablauf gestaltete sich so, dass wir zunächst bestimmten, welcher Hund den ersten Trail gehen wird, um dann nach dessen „Fähigkeit“ bzw. Ausbildungsstand festzulegen, über welche Strecke und welche Untergründe der zu setzende Trail laufen soll. Für Anfänger eignet sich hierfür hervorragend Waldboden, fortgeschrittene oder besonders veranlagte Hunde finden die Spur auch auf Waldwegen, Asphalt oder im Wasser.
Dann machen sich zwei Menschen auf den Weg, von denen der, der am Zielort verbleiben wird, einen Geruchsgegenstand hinterlässt, anhand dessen der Hund später erkennt, welche Fährte er zu verfolgen hat. Hierzu reicht schon eine Packung Papiertaschentücher aus der Hosentasche.

Die zweite Person geht mit, um später bei der Suche Hilfestellung zu geben, falls der Hund von der Fährte abkommt – wie gesagt, wir machen das nicht professionell und Ziel ist, dass jeder Hund „seinen“ Trail mit einem Erfolgserlebnis abschließen kann.
Die zweite Person kommt also zurück und das Suchteam kommt zum Einsatz.

Es ist immer wieder faszinierend, wie engagiert die Hunde sind, wenn sie ihr Geschirr angelegt bekommen, das sie ausschließlich zu diesem Anlass tragen.

Am besonders markierten Zielpunkt wird die Leine vom Halsband ans Geschirr befestigt. Hierdurch erkennt der Hund, dass er im Folgenden die Führung übernehmen darf.
Dann kommt der Geruchsartikel zum Einsatz und auf ein individuell bestimmtes Signal hin geht es los. Und mit „los“ meine ich „los“! 😀

Der Hund verfolgt dabei an langer gespannter Leine die Spur und sein Mensch folgt ihm. Das kann je nach Untergrund und Geländeverlauf eine schweißtreibende Angelegenheit sein, auch und besonders für die Begleitperson, die ohne Zugkraft des Hundes den Weg zum zweiten Mal im Laufschritt absolvieren muss.

Umso schöner der Moment des Erfolges: Ist die gesuchte Person gefunden, gibt es ein freudiges Hurra und der Futterbeutel fliegt als Bestätigung.

Selbstverständlich darf dann auch sofort vor Ort gespeist werden. 🙂

Abschließend will ich nochmal betonen, dass dies eine bloße Berichterstattung war, die keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Während des ganzen Tages stand uns die Leiterin unserer Hundeschule zur Seite, die dazu viel kompetenter und vollständiger Auskunft geben kann als ich.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s