Winterkind

Fast glaube ich,
dass ich sie gerochen habe,
die Luft, die mich draußen
klar und frisch erwartet
und zum ersten Mal
in diesem Jahr,
das sich seit Tagen
ein neues nennt,
ist es Lust und nicht Pflicht,
die mich aus den Federn treibt.

Silbrig schimmernd
liegt der Weg vor mir,
in dessen schlammigen Furchen
meine Füße noch gestern
zu versinken drohten
und an dessen Rand
eine schmutzig braune Brühe
wütend durch das Bett tobte,
in dem jetzt reinstes Wasser
kichernd über Steine gluckst.

Nebel liegt
über dem Feld,
doch meine Sicht
war nie klarer.

Mit jedem Schritt
atme ich tiefer,
atme ich bewusster,
atme ich Leben.

Ich bin ein Kind des Winters
und zu Hause angekommen.

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