Ich mach´s jetzt einfach.

Vor knapp drei Wochen hat @ichhebgleichab über „Tabak-Süchte“ gebloggt. Damals verspürte ich zum ersten Mal seit Jahren wieder den Wunsch, auch Nichtraucher sein zu wollen.

Zwar konnte ich schon immer gut und gerne mal einen Tag nicht rauchen, aber sobald der Gedanke des „nie mehr“  hinzukam, war es vorbei und ich hatte das Gefühl, nicht einmal die nächsten fünf Minuten ohne Zigarette überleben zu können. Überhaupt bin ich ein Suchtmensch: Ich kann nicht Maß halten. Ganz oder gar nicht, ent oder weder!

Am Mittwoch nun hatte ich einen Termin beim Zahnarzt. Der war mir von meiner Heilpraktikerin empfohlen worden, weil sie selbst Patientin bei ihm ist.

Die Begrüßung fand nicht im Behandlungszimmer sondern in einem gemütlichen, fast wohnzimmerartigen Besprechungszimmer statt und er stellte mir Fragen über Fragen. Wie ich mir den idealen Zahnarzt vorstelle, was konkret ich mir „für meine Zähne“ wünsche, ob es Vorerkrankungen, Allergien oder besondere Ängste gebe. Ich antwortete ausführlich und seine letzte Frage stellte er, während er die Antwort bereits mit „nein“ ankreuzte: „Rauchen sie?“

Als ich ihn korrigierte und angab, bis zu zwanzig Zigaretten täglich zu rauchen, stellte ich mich auf hochgezogene Augenbrauen und den erhobenen Zeigefinger ein. Aber alles, was er sagte, war: „Das erstaunt mich jetzt ehrlich, passt es doch so gar nicht in das Bild, das Sie auf Menschen hinterlassen.“

Dieser Satz lässt mich nicht mehr los und mir sind noch einige „Eigenschaften“ bewusst geworden, die auch nicht in das Bild passen, das ICH von MIR habe. Erstaunlich, dass man sogar sich selbst vorspielen kann, jemand anders zu sein…

Vor knapp vier Tagen habe ich angefangen, mit dem Rauchen aufzuhören (dabei hilft mir dieser Beitrag von @ApfelMuse übrigens sehr!) und auch die anderen Punkte auf der gerade erstellten Yvonne-Authentifizierungs-To-Do-Liste werde ich angehen.

Ihr hört von mir! 🙂

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2 Gedanken zu „Ich mach´s jetzt einfach.

  1. Das Selbst-Authentifizieren ist ja ein immerwaehrendes „work in progress“. Immerhin habe ich mich durch dein Beispiel nach Monaten dazu aufgeschwungen, mal endlich selbst zu bloggen. Ist immer gut, mal sozusagen von aussen zu sehen, was man selbst meint, zu sagen zu haben.
    Uebrigens stelle ich selbst immer wieder fest, dass ich, wenn ich mal wieder einen weiteren Punkt der Selbstfindung definiert habe, diesen ploetzlich auch wieder ueberschreiten kann. Abteilung „was geht mich mein Geschwaetz von gestern an.“ Aber dazu muss man ja erstmal an den Punkt kommen.
    Hoffe, das macht Sinn 😉
    LG Frauke

  2. Das finde ich ganz wunderbar und wünsche mir und vor allem Dir, daß es klappt!
    So wie Du schreibst, hast Du die richtige Einstellung zu Dir gefunden und dann funktioniert das auch…

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