Fast glaube ich,
dass ich sie gerochen habe,
die Luft, die mich draußen
klar und frisch erwartet
und zum ersten Mal
in diesem Jahr,
das sich seit Tagen
ein neues nennt,
ist es Lust und nicht Pflicht,
die mich aus den Federn treibt.

Silbrig schimmernd
liegt der Weg vor mir,
in dessen schlammigen Furchen
meine Füße noch gestern
zu versinken drohten
und an dessen Rand
eine schmutzig braune Brühe
wütend durch das Bett tobte,
in dem jetzt reinstes Wasser
kichernd über Steine gluckst.

Nebel liegt
über dem Feld,
doch meine Sicht
war nie klarer.

Mit jedem Schritt
atme ich tiefer,
atme ich bewusster,
atme ich Leben.

Ich bin ein Kind des Winters
und zu Hause angekommen.

Ich habe sie nicht
kommen sehen,
die Wolken,
die plötzlich
meine Welt
verdunkeln
und Licht
nicht mehr
erahnen lassen.

Wieder mal
war ich nicht
vorbereitet
auf die Flut,
die über mich
hereinbricht und
mit sich reisst,
was fest verankert
schien.

Sturm zerrt
an meinen Nerven
und das Verlangen
ist groß,
den Widerstand
aufzugeben,
mich fallen zu lassen
und mit dem Strom
zu treiben.

Plötzlich
wird es still -
Ruhe kehrt ein
und durch die Wolken
fällt ein Strahl
warmen Lichts.
„Gibt nicht auf!“,
scheint er mir zu sagen,
„Gib niemals auf!“

Ich gehe weiter.

Es geht weiter.

Das Jahr geht
zu Ende und
es fühlt sich an,
als sei es
mein Leben,
das endet.

So wie deines
vor zweien
dieser Jahre,
die sich
wie Leben
anfühlen.

Wie ein Zug
zieht der Tag
an mir vorüber.
Durchbricht
die Ruhe
meiner Täler und
lässt Brücken
beben.

Wagen für
Wagen für
Wagen
warte ich
auf sein Ende,
aber ein Ende
ist nicht
in Sicht.

Als der Lärm
unerträglich wird,
reißt er plötzlich ab
und Stille droht,
mich zu erschlagen.

Nichts
ist falsch.

Und nichts
richtig.

Der war heute in meiner Post:

 

Ein wunderbar anderer, inspirierender Adventskalender von www. anderezeiten.de.

Danke liebe @Charlott7777!

Müde
bin ich
und leer
wie ein Baum
ohne Blätter.

Scherben
aus Laub
liegen mir
zu Füßen und
zeugen von
verblichenem
Glanz.

Ein Windstoß
und nichts
erinnert
an was ich
einmal war.

Der Anfang
vom Ende.

Leid und Liebe
teilten wir
damals,
als die Zeit
nicht schnell genug
vergehen konnte
und wir uns sehnten
nach was wir einmal
werden wollten.

Heute zählen
unsere Kinder
die Tage und Jahre
und ich wünsche
ihnen das Glück,
eines Tages wie wir
einander die ersten
grauen Strähnen
aus dem Gesicht
streichen zu dürfen.

Gestern führte mich mein Weg zur Primstalsperre Nonnweiler, wunderbarerweise begleitet von der lieben @ApfelMuse.

Ein wirklich traumhafter Ort, ideal zum Durchatmen und Energietanken:

 

Den Hinweis auf diesen wunderschönen Ort hatte ich übrigens von @vomBerg, der hier davon berichtet hatte.

Den @iZerf lernte ich auf Twitter kennen, als er gerade beschlossen hatte, seiner Frau *die* Frage zu stellen.

Von da an waren wir via Twitter dabei:

Dabei bei einer romantischen Prag-Reise, die ein „JA“ beinhaltete und in einem Tanzkurs endete, dabei schließlich, wie er die Stunden rückwärts zählte und dabei, als er gestern sein Standesamt-Outfit präsentierte.

Dabei, als @1001100 ihm eine Tasche mit selbstgebackenen Qkies übergab, dabei als der QR-Code ihn hierher führte.

(Zum Glück war ER nicht „dabei“, als @hexe0901, @plabberpapp, @stefan4all und @1001100 das alles vorbereitet haben! :D , danke Euch dafür! Dank auch der lieben @frauenfuss, die die Verwendung ihres tollen Bildes erlaubt hat!)

Heute findet die kirchliche Trauung statt und ganz bestimmt werden wir auch da in Gedanken „dabei“ sein!

Was ich mir
wünsche,
hatte das Leben
mich gefragt,
als es mir
meine größte
Herausforderung
schenkte.

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