Nach dem Ende

Grau ist der Himmel
fast schwarz
ehe der Regen
beginnt und
Wasser wie Tränen
die Kanäle
verstopft.

Einst Prinzen
fallen sie
wie Tropfen
und gehen unter
im Strom
der sie
überrollt.

Irgendwo
ganz unten
öffnet sich
die Erde und
fängt alles auf
im Netz ohne
doppelten Boden.

Längst vergessene
Wurzeln
greifen zu
wie Arme
aus dem Nichts
und weisen den Weg
nach oben.

Als die Sonne siegt
steigt im Dunst
vergehenden Wassers
eine Blüte
empor.

Das Ende ist
der Anfang.

Gefangen

Tage,
an denen
die Mauer
niedriger
zu sein
scheint.

Hoffnung wächst
und ein wenig
weniger
verlorener
Mut haftet
an.

Dann treten wir
zurück
ins Glied
als wäre
alles nichts
gewesen.

Nur die Mauer
ist höher
als je
zuvor.